Ein Pärchen ist auf dem Fahrrad in der Stadt unterwegs

Ausgezeichnet Radfahren

· Themengebiete: Im Alltag und in der Freizeit, Infrastruktur und Nachhaltige Mobilität

Rad­tou­ris­mus boomt: Der ADFC hat im letz­ten Jahr 30 neue Sterne an Qua­li­täts­rad­rou­ten im Land ver­ge­ben. Tho­mas Froitz­heim, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter des ADFC-Fach­aus­schus­ses Fahr­rad-Tou­ris­mus, sagt: „Baden-Würt­tem­berg geht im Moment in Sachen Qua­li­tät im Rad­tou­ris­mus mit großen Schrit­ten voran. Alle 19 Lan­des­rad­fern­wege wer­den mit Unter­stüt­zung des Lan­des qua­li­täts­ge­si­chert, einige wei­tere Rad­fern­wege wer­den durch loka­les Enga­ge­ment qua­li­ta­tiv wei­ter voran gebracht – das ist mal eine gute Bot­schaft für Rad­ur­lau­be­rin­nen und Rad­ur­lau­ber!“

Diese Ent­wick­lung ist jedoch nicht nur für Urlau­be­rin­nen und Urlau­ber erfreu­lich: mit einer jähr­li­chen Net­to­wert­schöp­fung von ca. 860 Mio. Euro und ca. 25.000 Arbeitsplät­zen in Baden-Würt­tem­berg ist der Rad­tou­ris­mus gleich­zei­tig ein bedeu­ten­der öko­no­mi­scher Fak­tor. 

„Damit Baden-Würt­tem­berg zur attrak­tivs­ten Radrei­se­re­gion in Deutsch­land wird, inves­tie­ren wir in den Bau und die För­de­rung von Radin­fra­struk­tur und sor­gen so für qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige tou­ris­ti­sche Rad­rou­ten.”

Win­fried Her­mann, Minis­ter für Ver­kehr Baden-Würt­tem­berg

 

Fol­gende ADFC-Qua­li­täts­rad­rou­ten wur­den aus­ge­zeich­net:

Donau-Boden­see-Weg (156 km): vier Sterne
Über schöne Markt­plätze, ent­lang von Seen und his­to­ri­schen Bau­ten führt der Lan­des­rad­fern­weg von der Donau bis an den Boden­see. Auf der ver­kehrs­ar­men Route wer­den Rad­ur­lau­ber auf sehr gut aus­ge­bau­ten Wegen durch abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten geführt. Der baden-würt­tem­ber­gi­sche Rad­fern­weg wurde zum ers­ten Mal durch den ADFC geprüft und erhielt vier von fünf mög­li­chen Ster­nen.

 

Ober­schwa­ben-All­gäu-Weg (360 km): vier Sterne
His­to­ri­sche Bau­werke, Bäder, Ther­men und schwä­bi­sche Gast­lich­keit kann man auf die­sem Rund­kurs erle­ben. Die opti­mal beschil­derte Route führt auf hüge­li­gen oder auch ent­spann­ten Abschnit­ten durch Ober­schwa­ben bis ins All­gäu. Auch die­ser Lan­des­rad­fern­weg wurde erst­mals geprüft und erhielt auf Anhieb vier ADFC-Sterne.

 

Alb­tä­ler-Rad­weg (195 km): vier Sterne
Der abwechs­lungs­rei­che Rund­kurs durch­quert die schöns­ten Täler der Schwä­bi­schen Alb. Die über­wie­gend auto­freie Route führt auf Forst- und Wirt­schafts­we­gen vor­bei an bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen und geheim­nis­vol­len Höh­len. Der Alb­tä­ler-Rad­weg wurde zum zwei­ten Mal vom ADFC klas­si­fi­ziert und behält seine vier Sterne.

 

Schwarz­wald Pan­orama-Rad­weg (292 km): drei Sterne
Die Route ver­läuft auf meist ruhi­gen aus­sichts­rei­chen Wegen über die öst­li­chen Höhen des Mit­tel­ge­bir­ges. Sie weist meist mode­rate Stei­gun­gen auf – mit der Som­mer­berg­bahn kön­nen unter­wegs 300 Höhen­me­ter gespart wer­den. Der Lan­des­rad­fern­weg mit Start­punkt in Pforz­heim und End­punkt in Walds­hut-Tien­gen wurde erst­mal geprüft und mit drei Ster­nen aus­ge­zeich­net.

 

Neu­sied­ler See Rad­weg (128 km, A/HU): fünf Sterne
Puren Fahr­ge­nuss in 5-Sterne-Qua­li­tät erle­ben Rad­ur­lau­ber auf der fami­li­en­freund­li­chen Tour um den Neu­sied­ler See. Der Rund­kurs besticht durch attrak­tive Wege­füh­rung und hohe Aus­baustan­dards. Der Neu­sied­ler See Rad­weg wurde nach drei Jah­ren Lauf­zeit des Sie­gels nach­klas­si­fi­ziert – und behält seine Top-Bewer­tung mit fünf Ster­nen.

 

Via Clau­dia Augusta (597 km ins­ge­samt/ klas­si­fi­ziert 312 km, D/A): vier Sterne
Ent­lang der Rad­route Via Clau­dia Augusta wird die Kul­tur- und Han­dels­ge­schichte des Römi­schen Rei­ches wie­der leben­dig. Von Donau­wörth führt die Route auf brei­ten, ver­kehrs­ar­men Wegen über die Alpen. Der deut­sche und öster­rei­chi­sche Teil der Via Clau­dia Augusta wurde vom ADFC mit vier Ster­nen aus­ge­zeich­net.

 

Fluss­land­schaft Acht­er­hoek-West­müns­ter­land (446 km, D/NL): drei Sterne
In der grenz­über­schrei­ten­den Region las­sen sich vier Rad­rou­ten ent­lang der Flüsse Aa, Ber­kel, Singe und Ijs­sel über Umstei­ge­punkte belie­big kom­bi­nie­ren – etwas Ein­zig­ar­ti­ges. Die Rou­ten ver­lau­fen auf nahezu auto­freien Stre­cken. Die Aus­schil­de­rung, in den Nie­der­lan­den mit Kno­ten­punkt­weg­wei­sung, ermög­licht eine gute Ori­en­tie­rung. Der Rad­fern­weg wurde erst­mals klas­si­fi­ziert und mit drei Ster­nen aus­ge­zeich­net.

 

Vech­te­tal­route (237 km, D/NL): drei Sterne
Die Route ver­bin­det zwei Län­der – und zugleich Kunst und Kul­tur. Der Rad­fern­weg beglei­tet die Vechte von der Quelle im Müns­ter­land durch die Graf­schaft Bentheim bis ins nie­der­län­di­sche Zwolle in der Pro­vinz Ove­r­i­js­sel. Über 80 Werke zeit­ge­nös­si­scher Künst­ler sind hier frei zugäng­lich ent­lang der Route zu besich­ti­gen. Die Vech­te­tal­route wurde erst­mals vom ADFC klas­si­fi­ziert.

ADFC-Qua­li­tät setzt sich durch – auch grenz­über­schrei­tend

Der ADFC hat damit ins­ge­samt 51 Qua­li­täts­rad­rou­ten klas­si­fi­ziert und Kilo­me­ter für Kilo­me­ter über­prüft – davon zwei mit fünf Ster­nen, 29 mit vier Ster­nen und 20 mit drei Ster­nen. Meh­rere ADFC-Qua­li­täts­rad­rou­ten über­schrei­ten die Gren­zen zu Nach­bar­län­dern. Die Qua­li­täts­kri­te­rien und die detail­lier­ten Bewer­tun­gen der ein­zel­nen Rou­ten gibt es auf den Tou­ris­mus-Sei­ten des ADFC. 

Bro­schüre „Deutsch­land per Rad ent­de­cken“
Emp­feh­lun­gen für schöne Rad­rou­ten in ganz Deutsch­land hat der ADFC in der belieb­ten Bro­schüre „Deutsch­land per Rad ent­de­cken“ zusam­men­ge­stellt.