RADKULT(O)UR international

Uhrzeit Icon 29. April - 18. Juni 2017

Standort Icon Verbindungsweg Dreikönigstraße/ Schlossplatz

Integrative Foto-Ausstellung im öffentlichen Raum

Vernissage: Samstag, 29.04., 17.00 Uhr

Das Fahrrad ist ein weltweit verbindendes Fortbewegungs- und Transportmittel. Es ist in fast jedem Haushalt vorhanden und gehört zum täglichen Leben. Da war der Schritt nicht mehr weit, über die Grenzen zu schauen, um die Gewohnheiten rund um das Fahrrad in fremden Ländern zu beleuchten.

Den 1. Teil der Ausstellung „Radkult(o)ur international“ bestreiten Fotografien von Roland Strieker. Der „Fahrrad-Nomade“ tourt mit seinem Zweirad in möglichst ausgefallene Länder, um sie im wahrsten Sinne des Wortes zu er-fahren. Ob durch einsame Wüsten, auf schwindelerregenden Passstraßen, durch ausgetrocknete Flussbetten oder geschäftige Metropolen der Welt, Strieker scheut keine Mühe, die Welt vom Fahrrad aus zu erleben. Seine Fotografien geben auf eindrucksvolle Weise seine vielfältige Nutzung in allen Herren Ländern preis. Überall auf der Welt nutzen es Menschen als Verkehrsmittel, wie beispielsweise Vietnamesinnen in ihren typischen Hosenkleidern oder ein Junge aus dem Sultanat Oman, der sein Rad in einen roten Rennwagen verwandelte. Oder als Transportmittel: Was wird nicht alles aufs Rad gepackt - Heuballen, Bananenstauden, stapelweise Möbel. Oder es wird zu einer Garküche zweckentfremdet. Roland Strieker genießt es, mit seinem Fahrrad mittendrin im Geschehen zu sein. Nicht selten steht am Ende einer Reise die Erkenntnis, dass er nicht das Exotische erlebte, sondern er selbst der Exot war.

Den 2. Teil der Ausstellung liefern Porträtaufnahmen von in Schwetzingen lebenden Asylbewerbern, die Fotograf Tobias Schwerdt anfertigte. Dem Foto-Shooting voraus ging eine Kunstaktion, die unter der Leitung der Künstlerin und Pädagogin Susanna Iris Weber an zwei Nachmittagen in der Unterbringung „Hotel Atlanta“ durchgeführt wurde. Großzügigen Spendern sei Dank, dass genügend Fahrräder vorhanden waren, die von Asylbewerbern aus Eritrea, Gambia, Ghana, Mali und Afghanistan künstlerisch umgestaltet wurden. Aus Alt mach Neu - das vertraute Fortbewegungsmittel verwandelte sich unter deren Händen z. B. in einen schillernden Pfau, in eine Deutschland-Rikscha, einen fahrenden Kerzenständer oder einen Hirsch. Andere wurden mit Bändern, Werbetafeln bis hin zu Wäscheklammern und Quietsche-Enten kunterbunt ausgestaltet. Die Porträtfotografien von Tobias Schwerdt verraten, wie sehr es den Teilnehmern Spaß machte, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen und einen ausgedienten Drahtesel in ein strahlendes Objekt zu verwandeln.

Ein Kooperationsprojekt: Stadt Schwetzingen und Asylkreis Schwetzingen

Mit freundlicher Unterstützung von:
Ministerium für Soziales und Integration    

Zur Ausstellung entsteht eine Broschüre. Interessenten können die Fototafeln nach Ablauf der Ausstellung erwerben. Der Erlös aus beiden Verkäufen kommt dem integrativen Projekt der Einrichtung einer Fahrradwerkstatt für Bedürftige zu Gute.