Die STADTRADELN-Derbys lösten in den beteiligten Städten und Gemeinden ein starkes gemeinschaftliches Engagement aus. Die Bürgerinnen und Bürger traten dabei nicht nur für den Sieg ihrer eigenen Kommune in die Pedale, sondern taten gleichzeitig auch der eigenen Gesundheit und dem lokalen Klimaschutz etwas Gutes. Ein Blick auf die Ergebnisse zeigt, dass der freundschaftliche Wettstreit insgesamt zu 301.467 mehr geradelten Kilometern führte. Durch den Einsatz jedes einzelnen Bürgers und jeder einzelnen Bürgerin mobilisierten die Kommunen insgesamt 16.282 mehr aktive Radelnde – ein Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt: Ein gemeinsames Ziel verbindet und bringt eine ganze Region nachhaltig in Bewegung.

Spürbarer Ehrgeiz in allen Kommunen

Wie viel Freude die Aktion den Menschen vor Ort gebracht hat, fasst Clarissa Rönnfeldt, Koordinatorin für das STADTRADELN in Forst, zusammen: „Das STADTRADELN-Derby war für uns ein großer Erfolg, ganz egal, wer am Ende die Nase vorn hatte. Auch wenn unser Nachbar insgesamt mehr Kilometer gesammelt hat, haben wir in Forst (Baden) im direkten Vergleich pro Einwohner mehr Kilometer auf dem Sattel verbracht. Das Derby hat uns gezeigt, was wir als Gemeinschaft auf zwei Rädern bewegen können.“

Wie packend dieser Ehrgeiz war, zeigte sich unter anderem beim Großstadt-Derby in der Rhein-Neckar-Region: Mannheim ging zunächst mit einem Vorsprung in Führung. Doch Heidelberg blieb am Rad, holte im weiteren Verlauf auf und wurde die Nummer eins in der Region. Beide Städte brachten mehr Menschen auf das Rad als im Jahr zuvor und zeigten herausragenden Einsatz.

Eine starke Leistung erbrachte zudem die Gemeinde Ihringen: Zwar belegte die Kommune im Kaiserstuhl-Derby den zweiten Platz, jedoch legte jede teilnehmende Person im Schnitt über 259 Kilometer zurück „Dieses Ergebnis zeigt, mit wie viel Leidenschaft und Herzblut die Menschen bei uns im Alltag auf das Fahrrad steigen“, betont Jannis Schwärzli, Klimaschutzmanager aus Ihringen.

Die Derby-Ergebnisse in der Übersicht:

  • Das Großstadt-Derby: Heidelberg gewinnt mit 1.015.808 km und 5.460 Radelnden gegen Mannheim mit 956.292 km und 5.031 Radelnden.
  • Das Kräftemessen im Landkreis Esslingen: Nürtingen radelte mit 370.354 km und 1.645 Radelnden auf Platz 1 und verwies den Nachbarn Kirchheim unter Teck (225.976 km / 1.127 Radelnde) auf den zweiten Platz.
  • Das Kaiserstuhl-Derby: Bis zum Schluss kämpften die beiden Kommunen mit geringem Abstand um die Spitze. Am Ende ließ Vogtsburg im Kaiserstuhl mit 73.569 km und 310 Radelnden den Nachbarn Ihringen (71.234 km / 275 Radelnde) knapp hinter sich.
  • Nachbarschafts-Duell in der Rheinebene: Im Duell zwischen Forst und Karlsdorf-Neuthard setzte sich am Ende Karlsdorf-Neuthard durch. Mit 87.475  geradelten Kilometern und 610 Radelnden fuhr die Gewinner-Kommune den Sieg vor dem Nachbarn (73.308 km / 376 Radelnde) nach Hause. 
  • „Stadt versus Land“ (Landkreis Schwäbisch Hall): Die 16 umliegenden Gemeinden Bühlertann, Bühlerzell, Fichtenberg, Frankenhardt, Ilshofen, Kirchberg an der Jagst, Kreßberg, Mainhardt, Michelbach an der Bilz, Michelfeld, Oberrot, Rot am See, Sulzbach-Laufen, Stimpfach, Wallhausen und Wolpertshausen (431.007 km / 1.618 Radelnde) gewinnen gegen die Städte Schwäbisch Hall, Gaildorf und Crailsheim (381.823 km / 1.588 Radelnde).

Über das STADTRADELN

Das STADTRADELN ist ein seit 2008 durchgeführter bundesweiter Wettbewerb, bei dem es darum geht, in 21 Tagen möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zu erledigen. Die Einwohnerinnen und Einwohner aller teilnehmenden Kommunen sind dazu aufgerufen, in den drei Wochen so viele Alltagswege wie möglich mit dem Fahrrad zu erledigen. Den Zeitraum der Aktion wählen die Kommunen jährlich frei zwischen dem 1. Mai und 30. September. Initiator sind die Klima-Bündnis Services, das mit fast 2.000 Mitgliedskommunen in über 25 europäischen Ländern größte europäische Städtenetzwerk, das lokale Antworten auf den globalen Klimawandel entwickelt. Für Baden-Württemberg übernimmt die Initiative RadKULTUR des Landes die Teilnahmegebühren der teilnehmenden Kommunen, Stadt- und Landkreise.