Wer auf dem Kocher-Jagst-Radweg nach Schwäbisch Hall fährt, möchte meist auch einen Kaffee am Marktplatz trinken, die Große Treppe von St. Michael sehen oder durch die Altstadt bummeln. Dann stellt sich die Frage: Wohin mit dem Rad? Die Antwort liegt am Haalplatz: Dort gibt es 20 überdachte Fahrradstellplätze, die kostenlos genutzt werden können. Außerdem stehen 16 digitale Schließfächer mit jeweils zwei Steckdosen zum Aufladen von Akkus zur Verfügung. Bis zu einer Belegdauer von vier Stunden ist ihre Nutzung kostenlos, danach fällt eine Gebühr von einem Euro pro Stunde an. Gebucht wird über die App „CONNECT ready“. Eigentlich ganz einfach und praktisch. Doch leider blieb die Nutzung hinter den Erwartungen zurück. Deshalb bewarb sich Schwäbisch Hall als AGFK-Kommune mit Qualitätsstufe beim neuen Angebot der RadKULTUR um kommunikative Unterstützung für die neue Radinfrastruktur. Gemeinsam legte man fest, wer erreicht werden soll: vor allem Freizeitradlerinnen und -radler sowie Touristinnen und Touristen, die zum Einkaufen oder für einen Besuch in die Stadt kommen. 

Wo die Zielgruppe unterwegs ist 

Der Schwerpunkt lag auf Social Media. Vier Beiträge auf den Kanälen der Stadt verbanden die Abstellanlage mit den Anlässen des Sommers, vom STADTRADELN bis zur LIDL-Deutschland-Tour. Die Beiträge kamen zusammen auf mehr als eine halbe Million Reichweite in der Region. Auch in der Stadt selbst wurde die Anlage beworben mit Flyern und Plakaten an Litfaßsäulen, in der Tourist-Info und in Gastronomien. Damian Boll, Mobilitätsmanager der Stadt Schwäbisch Hall, erklärte: „Wir haben eine gute Radabstellanlage und wollten diese bekannter machen. Die Kampagne hat gezeigt, wie wichtig es ist, Radfahrende dort zu erreichen, wo sie unterwegs sind, ob im Feed oder im Café. Ohne die Unterstützung der RadKULTUR hätten wir die Kommunikation allein nicht gemeistert. Die Auswertung zeigte, dass sich die Nutzungszahlen vervielfacht haben. Die Kampagne hat hierzu ihren Beitrag geleistet.“

Jetzt bewerben 

Auch 2027 unterstützt die RadKULTUR gemeinsam mit der AGFK-BW wieder ausgewählte Kommunen mit Qualitätsstufe dabei, ihre Radinfrastruktur bekannt zu machen. Wenn auch Ihre Kommune dabei sein soll, können Sie sich vom 16.11.2026 bis zum 31.01.2027 bewerben. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Servicestelle der Initiative RadKULTUR: servicestelle@radkultur-bw.de. 

Über die AGFK-BW 

Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk aus rund 120 Landkreisen, Städten und Gemeinden. Mit seiner Vision 2030 setzt sich der Verein dafür ein, dass aktive Mobilität als Basismobilität so einfach, sicher und bequem ist, dass Fuß und Rad die erste Wahl sind. Bei den Mitgliedskommunen der AGFK-BW steht aktive Mobilität für ein faires Miteinander aller und eine konsequent verfolgte Vision-Zero-Strategie. Seit 2026 können sich AGFK-Kommunen mit Qualitätsstufe um Unterstützung bei der Kommunikation ihrer Radinfrastrukturprojekte bewerben.