Rad­pend­ler­land Baden-Würt­tem­berg

27. Dezem­ber. 
Beim „STADTRADELN“ set­zen über 32.000 Men­schen in Baden-Würt­tem­berg ein Zei­chen für den Rad­ver­kehr und Kli­ma­schutz.

Über 32.000 Men­schen in Baden-Würt­tem­berg haben die­ses Jahr beim bun­des­wei­ten Wett­be­werb „STADTRADELN“ ein Zei­chen für den Rad­ver­kehr und für Kli­ma­schutz gesetzt. „Ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Ein­kau­fen - das ‚STADTRADELN‘ ver­bin­det Nach­hal­tig­keit mit etwas Ange­neh­men, das Freude macht. Darum för­dern wir die Teil­nahme der Kom­mu­nen bereits im zwei­ten Jahr und sind begeis­tert, dass wir 2018 fast dop­pelt so viele Men­schen wie 2017 dazu moti­vie­ren konn­ten, bei dem Wett­be­werb der Arbeit­ge­ber mitz­u­ma­chen“, sagte Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Her­mann am 26. Dezem­ber 2018.

Zwi­schen Mai und Sep­tem­ber 2018 wurde in 136 Kom­mu­nen im Land kräf­tig in die Pedale getre­ten. So kamen rund acht Mil­lio­nen Fahr­rad-Kilo­me­ter zusam­men und damit wur­den ver­gli­chen mit Pkw-Fahr­ten mehr als 1.000 Ton­nen Koh­len­di­oxid ver­mie­den. Zum Ver­gleich: 2017 waren es 18.000 Frauen und Män­ner in Baden-Würt­tem­berg, die in 66 Kom­mu­nen über vier Mil­lio­nen Kilo­me­ter zurück­leg­ten. „Wir wer­den die Koope­ra­tion mit STADTRADELN auch im Jahr 2019 fort­füh­ren und die Betei­li­gung der Kom­mu­nen för­dern. Schon jetzt rufen wir alle inter­es­sier­ten Kom­mu­nen auf mitz­u­ma­chen, um noch mehr Men­schen einen Anstoß zu geben, das Fahr­rad stär­ker in ihrem All­tag zu nut­zen“, erklärte der Minis­ter.

Beim „STADTRADELN“ sam­meln Teams in ange­mel­de­ten Kom­mu­nen in einem Zeit­raum von drei Wochen beim All­tags­ra­deln Kilo­me­ter, dar­un­ter waren 2018 auch 446 Pend­ler-Teams (2017: 220). Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer leg­ten die­ses Jahr durch­schnitt­lich elf Kilo­me­ter pro Tag zurück (2017: 10 km/Tag).

Minis­ter Her­mann betonte: „Das ‚STADTRADELN‘ ist gerade für Pend­le­rin­nen und Pend­ler ideal, da die Stre­cke zur Arbeit regel­mä­ßig gefah­ren wird und sie somit kon­ti­nu­ier­lich auf das Kilo­me­ter­konto ein­zahlt. Zur Moti­va­tion haben wir für diese Gruppe die Son­der­ka­te­go­rie ‚Ra­dPENDLER BW‘ ins Leben geru­fen - und das mit großem Erfolg. Denn 2018 haben dop­pelt so viele Pend­ler-Teams mit­ge­macht wie im Vor­jahr.“

Im Rah­men des Wett­be­werbs „STADTRADELN“ zeich­net Baden-Würt­tem­berg drei Kate­go­rien in der Son­der­aus­wer­tung „RadPENDLER BW“ aus.

Die Gewin­ner der „RadPENDLER BW“ im Über­blick:

  • Kate­go­rie „Größ­tes Team“ (Team mit den meis­ten Mit­glie­dern): Team „Pri­vat­gym­na­sium Wein­heim“ aus Wein­heim im Rhein-Neckar-Kreis, mit 175 Per­so­nen.
  • Kate­go­rie „Fahr­ra­dak­tivs­tes Team“ (Team mit den meis­ten Kilo­me­tern pro Team­mit­glied): Team „Phoe­nix RSG“ von der Real­schule in Güg­lin­gen im Land­kreis Heil­bronn, mit 1.783,2 Kilo­me­ter pro Team­mit­glied.
  • Kate­go­rie „RadPENDLER BW“ (Ein­zel­per­son mit den meis­ten Rad­ki­lo­me­tern): Gün­ter Glat­ter aus Güg­lin­gen im Land­kreis Heil­bronn, mit 3.055 Kilo­me­tern.


Als Aner­ken­nung des Lan­des erhal­ten die Gewin­ner Über­ra­schungs­pa­kete und Gut­scheine für Fahr­rad­be­darf.

Das Land zeich­net auch die Kom­mu­nen aus, deren Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter ihrer Bür­ger­schaft beim „STADTRADELN“ mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­gan­gen sind. In der Kate­go­rie „Fahr­ra­dak­tivs­tes Kom­mu­nal­par­la­ment“ (Kilo­me­ter pro Par­la­men­ta­rie­rin / Par­la­men­ta­rier) gewinnt die Stadt Wall­dorf im Rhein-Neckar-Kreis mit 190,7 „Par­la­men­ta­rier-Kilo­me­tern“ fünf „RadSERVICE-Sta­tio­nen“. Die Pump- und Repa­ra­tur-Sta­tio­nen sind mit gän­gi­gen Werk­zeu­gen bestückt. Sie wer­den in den nächs­ten Wochen im Stadt­ge­biet auf­ge­stellt und kön­nen künf­tig von den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern genutzt wer­den, um Fahr­rä­der vor Ort zu war­ten oder um kleine Repa­ra­tu­ren durch­zu­füh­ren. Unter den Kom­mu­nen mit 10.000 bis unter 50.000 Ein­woh­nern belegt die Stadt Wall­dorf dabei auch bun­des­weit den ers­ten Platz in der Kate­go­rie „Fahr­ra­dak­tivs­tes Kom­mu­nal­par­la­ment“ – und das sogar als New­co­mer bei der ers­ten Teil­nahme am STADTRADELN!

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum „STADTRADELN“ gibt es online unter: www.stadt­ra­deln.de.

 

Die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner über „STADTRADELN“:

Moritz Kaup aus dem Team „Pri­vat­gym­na­sium Wein­heim“ aus Wein­heim im Rhein-Neckar-Kreis: „Das ‚STADTRADELN‘ bie­tet einen guten Ein­stieg für alle, die im All­tag mehr für sich, ihre Gesund­heit und die Umwelt tun wol­len. Gemein­sam fällt es dar­über hin­aus sehr viel leich­ter etwas Neues zu pro­bie­ren. Zusam­men haben wir uns gegen­sei­tig moti­viert dabei zu blei­ben und fah­ren darum, auch noch lange nach dem ‚STADTRADELN-Akti­ons­zeit­raum‘ noch zusam­men mit dem Fahr­rad.“

Felipe Scha­ber aus dem Team „Phoe­nix RSG“ von der Real­schule in Güg­lin­gen im Land­kreis Heil­bronn: „Wir sind total stolz dar­auf, dass wir es geschafft haben, mit unse­rer Leis­tung von 1.783,2 Kilo­me­tern pro Team­mit­glied, auf dem Sie­ger­trepp­chen zu ste­hen.  Rad­fah­ren finde ich total cool! Beson­ders Spaß hat mir gemacht, mit Freun­den oder mei­nem Vater im Wald zu fah­ren, und ich hoffe, dass wir viele Men­schen im Land und ganz beson­ders viele Schü­le­rin­nen und Schü­ler inspi­rie­ren, wie wir in die Pedale zu tre­ten.“

Gün­ter Glat­ter aus dem Team „Phö­nix RSG“ von der Real­schule in Güg­lin­gen im Land­kreis Heil­bronn: „Fahr­rad­fah­ren ist meine große Lei­den­schaft. Wirk­lich jeden Kilo­me­ter in mei­ner Frei­zeit, habe ich mit dem Fahr­rad zurück­ge­legt. 3.055 Kilo­me­ter in 3 Wochen – das beein­druckt mich auch selbst ein biss­chen. Es zeigt aber, dass das Fahr­rad als All­tags­be­glei­ter auch auf große Dis­tan­zen und in allen Lebens­la­gen funk­tio­niert -am bes­ten und am längs­ten ohne Motor. Ich würde mich freuen, wenn  mein Bei­spiel andere davon über­zeugt, sich auch im All­tag öfter in den Sat­tel zu schwin­gen.“

Chris­tiane Staab, Bür­ger­meis­te­rin der Stadt Wall­dorf, aus dem Team „Stadt Wall­dorf“: „Wir haben 2018 zum ers­ten Mal beim ‚STADTRADELN‘ teil­ge­nom­men und natür­lich war auch ich selbst dabei – im 263-köp­fi­gen Team der Stadt Wall­dorf. Die Teil­nahme ist für uns selbst­ver­ständ­lich, denn das Rad­fah­ren hat in Wall­dorf eine lange Tra­di­tion und bie­tet sich durch die kur­zen Ent­fer­nun­gen gera­dezu an. Umso mehr freut es mich,  dass in beson­de­rer Weise der Wall­dor­fer Gemein­de­rat für viele Men­schen in unse­rer Stadt ein Vor­bild sein konnte und dazu moti­vierte , das Fahr­rad auf dem täg­li­chen Weg zur Arbeit oder in der Frei­zeit zu nut­zen.“