Das STADT­RA­DELN schreibt auch 2021 Geschichte(n) 

27. Dezem­ber.
Con­tent-Paket "STADT­RA­DELN-Rück­blick"

Auch 2021 haben die Men­schen beim STADT­RA­DELN in Baden-Würt­tem­berg neue Rekorde auf­ge­stellt und sind zusam­men 86 Mal von der Erde bis zum Mond gera­delt! Das Ver­kehrs­mi­nis­te­rium Baden-Würt­tem­berg för­dert über die Initia­tive Rad­KUL­TUR die Teil­nahme am Wett­be­werb STADT­RA­DELN. 

In die­sem Con­tent-Paket der Initia­tive Rad­KUL­TUR:

  • STADT­RA­DELN-Geschich­ten aus Baden-Würt­tem­berg – von Radelz­wer­gen bis zu kre­a­ti­ven Bil­dern
  • Gra­fik mit Über­sichts­karte der Geschich­ten aus dem gan­zen Land
  • Die Pres­se­mit­tei­lung des Minis­te­ri­ums sowie zwei wei­tere Info­gra­fi­ken zu den Rekord­zah­len 2021 fin­den Sie hier: https://www.rad­kul­tur-bw.de/presse/2021/BW-ist-Rad­Laend
     

Radelzwerge, Nach­hal­tig­keit und kre­a­tive Bil­der – ein Blick hin­ter die Kulis­sen des Rekord­jah­res

Die Men­schen in Baden-Würt­tem­berg haben beim STADT­RA­DELN erneut Geschichte geschrie­ben: Fast 33 Mil­li­o­nen Kilo­me­ter sam­mel­ten sie auf ihren Fahr­rä­dern. Mehr als 148.000 Radelnde aus 546 Kom­mu­nen nah­men an dem Wett­be­werb teil, der in Baden-Würt­tem­berg von der Initia­tive Rad­KUL­TUR des Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums geför­dert wird. Aber min­des­tens ebenso erfreu­lich wie die Rekord­zah­len sind die vie­len klei­nen und gro­ßen Geschich­ten, die das STADT­RA­DELN 2021 her­vor­ge­bracht hat. Sie han­deln von (knapp ver­pass­ten) Erfol­gen, begeis­ter­tem Fahr­rad-Nach­wuchs und spa­ßig-span­nen­den Koope­ra­ti­o­nen zwi­schen Kom­mu­nen. 

Land­kreis Heil­bronn. Das Fahr­rad ist ein­fach nur ein Ver­kehrs­mit­tel? Von wegen! Im Land­kreis Heil­bronn wur­den im Rah­men des STADT­RA­DELN die Draht­esel zu Turn­ge­rä­ten, Requi­si­ten und Foto­mo­dels umfunk­tio­niert. Anlass dafür war der Foto­wett­be­werb „STADT­RA­DELN durch Stadt und Land“, den die Stadt Heil­bronn gemein­sam mit dem Land­kreis aus­ge­lobt hatte. In Stadt- und Land­kreis waren wäh­rend der drei STADT­RA­DELN-Wochen Ban­ner plat­ziert, vor denen sich die Teil­neh­men­den auf mög­lichst kre­a­tive Art ablich­te­ten, um an dem Wett­be­werb teil­zu­neh­men. Auf den Gewin­ner­bil­dern wird geschwom­men, geturnt und durch eine Glas­ku­gel hin­weg auf das Fahr­rad geblickt. 

Mals­burg-Mar­zell im Land­kreis Lör­rach. Gerade ein­mal knapp 1.500 Men­schen woh­nen in der klei­nen Gemeinde im Land­kreis Lör­rach. Trotz­dem sind in Mals­burg-Mar­zell beim STADT­RA­DELN 2021 ganze 1.660 Kilo­me­ter zusam­men­ge­kom­men. Der Haupt­ver­ant­wort­li­che für diese stolze Leis­tung ist im Rat­haus zu fin­den: Bür­ger­meis­ter Mario Tho­mas Sin­ger pen­delte wäh­rend des STADT­RA­DELN fast jeden Tag die Stre­cke vom etwa 50 Kilo­me­ter ent­fern­ten Frei­burg nach Mals­burg-Mar­zell mit dem Fahr­rad. Was moti­viert ihn, täg­lich der­art begeis­tert in die Pedale zu tre­ten? „Als klei­ner Chef in einem klei­nen Rat­haus darf man nie rad­los sein“, erklärt er sein Enga­ge­ment. Sin­ger war übri­gens nicht der ein­zige Man­dats­trä­ger, der sich mäch­tig ins Zeug legte. So sind zum Bei­spiel mehr als 3.000 Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­rier im gan­zen Land beim STADT­RA­DELN an den Start gegan­gen.

Sto­ckach im Land­kreis Kon­stanz. Was ist das Erfolgs­ge­heim­nis hin­ter einer erfolg­rei­chen STADT­RA­DELN-Sai­son? Eine beson­ders wich­tige Rolle hat im Land­kreis Kon­stanz die Nach­wuchs­a­r­beit gespielt. Das wohl beste Bei­spiel dafür radelt in Sto­ckach, wo sogar Kin­der­gar­ten­kin­der beim STADT­RA­DELN teil­nah­men: Die 14 „Radelzwerge Sto­ckach“ vom Kin­der­gar­ten in der Franz-Schu­bert-Straße sind im Akti­ons­zeit­raum ins­ge­samt 144 Kilo­me­ter auf dem Rad gefah­ren. Klasse Leis­tung vom wahr­schein­lich jüngs­ten STADT­RA­DELN-Team! 

Ess­lin­gen am Neckar. Das Anfangs­da­tum für das STADT­RA­DELN in Ess­lin­gen kann man sich leicht mer­ken – es ist näm­lich seit 10 Jah­ren das glei­che: Der 1. Mai. Schon im Jahr 2011, als die Stadt am Neckar zum ers­ten Mal beim STADT­RA­DELN teil­nahm, fiel an die­sem Datum der Start­schuss. Das damals eigens bedruckte Ban­ner wird nun Jahr für Jahr wie­der­ver­wen­det – aus Grün­den der Nach­hal­tig­keit. Das passt aus­ge­zeich­net zum STADT­RA­DELN, bei dem Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­schutz im Mit­tel­punkt ste­hen. Dann bis zum 1. Mai 2022 in Ess­lin­gen! 

Öhrin­gen im Hohen­lo­he­kreis. Manch­mal braucht es nur den rich­ti­gen Anreiz, das zusätz­li­che Quänt­chen Moti­va­tion, damit es beim STADT­RA­DELN so rich­tig rund läuft. So auch bei Uli Reis­sig, der in Öhrin­gen im Hohen­lo­he­kreis das beste Ergeb­nis der Stadt ver­zeich­nen konnte: 2.500 Fahr­rad­ki­lo­me­ter erfasste er im STADT­RA­DELN-Zeit­raum. Reis­sig ist auch sonst ein begeis­ter­ter Fahr­rad-Viel­fah­rer. Doch um sich beim STADT­RA­DELN anzu­mel­den, brauchte er doch noch einen ganz spe­zi­el­len Köder in Form einer Schwa­rz­wäl­der Kirsch­torte. Eine befreun­dete Stadt­rad­le­rin lockte ihn mit dem geschich­te­ten Gebäck in ihr Team. Was für ein geschick­ter Schach­zug!  

Igers­heim im Main-Tau­ber-Kreis. Für beson­ders moti­vierte Fahr­rad-Fans hält das STADT­RA­DELN eine eigene Kate­go­rie bereit, die allen Teil­neh­men­den offen­steht. Die STADT­RA­DELN-Stars reprä­sen­tie­ren ihre Kom­mu­nen und Land­kreise und stel­len sich zusätz­lich zum eigent­li­chen Wett­be­werb einer ganz beson­de­ren Her­aus­for­de­rung: Drei Wochen lang dür­fen sie nicht mit dem Auto fah­ren. Gar nicht so ein­fach, wie auch Frank Menik­heim, Bür­ger­meis­ter und STADT­RA­DELN-Star von Igers­heim in Per­so­nal­union, fest­stel­len musste. 20 Tage lang sah er kein Auto von innen und war statt­des­sen mit Fahr­rad, Bus und Bahn unter­wegs. Am 21. und letz­ten Tag musste er dann doch für einen wich­ti­gen Ter­min in den Nord­schwa­rz­wald fah­ren. Manch­mal geht es eben nicht anders. Aber die gesam­mel­ten 1.055 Kilo­me­ter von Frank Menik­heim und die 20 Tage ohne Auto beein­dru­cken unein­ge­schränkt.  

Frei­burg im Breis­gau. 6.594 aktive Radelnde, dar­un­ter 25 Par­la­men­ta­rie­rin­nen und Par­la­men­ta­rier und mehr als 1,2 Mil­li­o­nen erfasste Kilo­me­ter: Diese Zah­len lesen sich wie das Ergeb­nis einer Kom­mune, die schon lange Jahre Erfah­rung beim STADT­RA­DELN gesam­melt hat. Dabei nahm Frei­burg im Breis­gau als ech­ter New­co­mer 2021 zum ers­ten Mal am STADT­RA­DELN teil und hat aus dem Stand diese starke Leis­tung hin­ge­legt. Weit vorne lan­dete das Team des Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Frei­burg mit fast 76.000 Kilo­me­tern. Das größte Team war „Fri­days for Future Frei­burg“ mit 1.035 akti­ven Radeln­den. Bei die­sen Ergeb­nis­sen kann man nur gespannt sein, wie die Radeln­den in Frei­burg in der kom­men­den STADT­RA­DELN-Sai­son an ihre starke Leis­tung aus 2021 anknüp­fen wer­den. 

Wies­loch im Rhein-Neckar-Kreis. Begeis­terte Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer brau­chen außer ihrer Moti­va­tion auch gute Rad­wege und wis­sen in der Regel am bes­ten, wo der Schuh drückt. Nach die­sem Motto wurde zeit­gleich zum STADT­RA­DELN in Wies­loch die Bevöl­ke­rung zum Rad­ver­kehr in ihrer Hei­mat befragt. Die Fra­gen dreh­ten sich um The­men wie die Häu­fig­keit, mit der sich die Wies­lo­che­rin­nen und Wies­lo­cher in den Sat­tel schwin­gen und darum, wie zufrie­den sie mit der Fahr­rad-Infra­s­truk­tur in ihrer Stadt sind. Die Befra­gung lief im Rah­men des Wies­lo­cher Rad­ver­kehrs­kon­zepts und soll dabei hel­fen, die Fahr­rad- Infra­s­truk­tur in der Stadt zu ver­bes­sern.  

Unter­grup­pen­bach im Land­kreis Heil­bronn. Es gibt viele Gründe, beim STADT­RA­DELN mitz­u­ma­chen: Rad­fah­ren macht Spaß, tut gut und schützt das Klima. In Unter­grup­pen­bach kann man zusätz­lich eine sehr greif­bare, posi­tive Ent­wick­lung durch das STADT­RA­DELN sehen. Im dor­ti­gen Indus­trie­ge­biet fin­det sich unter ande­rem ein Ent­wick­lungs­zen­trum von Bosch mit etwa 6.000 Mit­a­r­bei­ten­den. Der Stand­ort geht Jahr für Jahr abwech­selnd für Unter­grup­pen­bach und das benach­barte Abstatt an den Start. Die Radeln­den nutz­ten das STADT­RA­DELN, um auf eine Lücke im Rad­weg auf dem Weg von Unter­grup­pen­bach zu ihrer Arbeits­stelle hin­zu­wei­sen. Die­ser Rad­weg soll nun aus­ge­baut wer­den – eine klas­si­sche Win-win-Situa­tion für die Radeln­den, das Unter­neh­men und die bei­den Gemein­den. 

Stadt Baden-Baden. Am 24. Juni star­tete das STADT­RA­DELN in Baden-Baden mit einem ganz beson­de­ren Event: einer Staf­fel­über­g­abe. Ober­bür­ger­meis­te­rin Marg­ret Mer­gen über­nahm zum Beginn des Akti­ons­zeit­raums den „Staf­fel­stab“ – eine Luft­pumpe – von den Kom­mu­nen Bie­tig­heim, Ötig­heim, Kup­pen­heim, Malsch und Mug­gen­sturm. Diese hat­ten zuvor als Part­ner­kom­mu­nen im Ver­bund Öko­RE­GIO gleich­zei­tig an dem Fahr­rad-Wett­be­werb teil­ge­nom­men und die Staf­fel­fahrt dadurch eröff­net. Nach drei erfolg­rei­chen STADT­RA­DELN-Wochen in Baden-Baden – unter ande­rem mit fast 200.000 gera­del­ten Kilo­me­tern – wan­derte die Staf­fel-Pumpe wei­ter nach Ras­tatt. 

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RadKULTUR Rückblick STADTRADELN 2021

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